Ist der Weg das Ziel?

Der Weg ist das Ziel

Braucht man wirklich Ziele? Was bringt es uns Ziele zu haben? Wie müssen Ziele formuliert sein und wie merke ich wenn ich mein Ziel erreicht habe? Ziele zu haben bringt uns weiter und fordert uns. Kennen Sie das Gefühl nicht zu wissen, wohin Sie der künftige Weg führen soll? Fühlen Sie sich irgendwie verloren und wissen nicht wie Sie Ihre Zukunft gestalten wollen? Dann sollten Sie sich überlegen wie Ihre nächsten Ziele aussehen!

Ziele geben unserem Leben erst einen Sinn!

Ohne Ziele strudelt man nur so vor sich hin, nicht wissend wohin der Weg einen führen wird. Eine Zeit lang kann das ja sehr angenehm sein. Aber irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man sich fragt, was möchte ich eigentlich für die Zukunft? Wo sehe ich mich in ein paar Jahren? Nur wenn ich ein Ziel vor Augen habe kann ich darauf hinarbeiten. Je genauer mein Ziel formuliert ist, desto besser kann ich mir überlegen, wie ich es erreichen kann. Doch dazu muss ich erstmal erkennen welches Ziel ich erreichen möchte. Das ist nicht immer so einfach. Meistens wissen wir sehr genau was wir nicht wollen. Doch was wir wollen bleibt uns manchmal verborgen.

Wie kann ich das passende Ziel für mich finden?

Ziele gibt es in allen Bereichen unseres Lebens. Das kann im Beruf eine Beförderung sein. Im Privatleben den passenden Partner finden, die Gesundheit stärken, abnehmen, mehr Sport treiben, mehr Zeit für die Familie haben....Diese Liste lässt sich unendlich fortführen. Gerade Frauen machen in ihrem Leben viele Veränderungen mit. Erst stehen sie mitten im Berufsleben, dann kümmern sie sich plötzlich hauptsächlich um die Familie. Dann müssen sie Beruf und Familie unter einen Hut bringen, bis die Kinder schließlich auf eigenen Beinen stehen. Und dann stellt sich oft die Frage was jetzt? Überlegen Sie sich zuerst in welchem Bereich Sie Ziele verwirklichen wollen. Geht es dabei um Ihre Gesundheit, Ihre Karriere, Ihre Freizeit? Schreiben Sie sich dann alles auf was Ihnen spontan durch den Kopf geht, selbst wenn es sich im ersten Moment völlig unmöglich anhört. Fühlen Sie dann beim Lesen der Liste in sich hinein. Was hört sich gut für Sie an? Warum hört es sich gut an? Wenn Sie etwas ablehnen, fragen Sie sich auch da, weshalb Sie es ausschließen.

Was tun wenn ein Ziel unmöglich erreichbar scheint?

Warum denken Sie, dass Sie das Ziel nicht erreichen können? Was wäre nötig, dass es vorstellbar wäre? Was wäre, wenn es möglich erscheinen würde? Es lohnt sich zu hinterfragen, warum man ein Ziel ablehnt, weil man denkt es nicht erreichen zu können. Vielleicht sind Ihre Vorbehalte lösbar. Für mich gibt es das Wort alternativlos nicht. Es gibt immer eine Alternative! Man muss Sie nur finden! Wenn Sie sich für ein Ziel entschieden haben, prüfen Sie es auf folgende Anforderungen.

Welchen Anforderungen sollte ein Ziel entsprechen?

Nach John Whitmore sollte ein Ziel erreichbar, realitätsbezogen und lohnend sein. Die SMART Regel besagt, das Ziel sollte spezifisch, messbar, erreichbar (attainable), realistisch und terminiert sein. Die PURE Regel bedeutet, positiv formuliert, verstanden (understood), relevant und ethisch. Nach der CLEAR Regel, herausfordernd (challenging), legal, umweltverträglich (environmentally sound), akzeptiert und protokolliert (recorded). Was aber bedeutet das jetzt auf gut Deutsch? Nehmen wir an Sie planen mehr Sport zu treiben um beim Treppensteigen nicht mehr so schnell außer Atem zu kommen. Dann könnte Ihr Ziel nach der SMART Regel folgendermaßen lauten: Ich gehe direkt nach der Arbeit 3x wöchentlich (Montag, Mittwoch, Freitag) für 30 Minuten die große Runde durch den Park walken.

  • Spezifisch: 30 Minuten nach der Arbeit walken gehen
  • Messbar: 3x wöchentlich
  • Erreichbar: Nicht täglich, sondern 3x wöchentlich gleich nach der Arbeit die große Runde durch den Park
  • Realistisch: Ziel unter-/ überfordert mich nicht
  • terminiert: jeden Montag, Mittwoch und Freitag

Welche Hindernisse können sich ergeben?

Gute Vorsätze sind schnell gemacht. Wir kennen das gerade zum Jahresbeginn. Doch meistens halten diese guten Vorsätze nicht lange an. Was können Sie tun um das zu ändern? Überlegen Sie sich vorher welche Hindernisse sich ergeben können und überlegen Sie sich eine Lösung dazu. In unserem Beispiel könnten sich folgende Schwierigkeiten ergeben:

 

Problem:

  • Es regnet
  • Heute habe ich keine Lust, ich gehe morgen
  • Es ist zu heiß
  • Ich muss Überstunden machen, abends im dunkeln will ich nicht mehr laufen.

Lösung:

  • Kleidung/ Ausrüstung immer im Auto haben
  • Jemand zum Mitlaufen animieren
  • Andere Runde laufen z.B. im kühlen Wald
  • Überlegen, das Walken in die Mittagspause zu verschieben

Wie halte ich die Motivation hoch?

Es gab einen Grund für die Auswahl Ihres Ziels. Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie Ihr Ziel gewählt haben. Wie fühlen Sie sich jetzt. Was hat sich seitdem verändert. In unserem Beispiel wollten Sie beim Treppensteigen nicht mehr so schnell außer Atem kommen. Haben Sie das schon erreicht? Fühlen Sie sich fitter, leistungsfähiger? Blicken Sie immer mal zurück. Schreiben Sie Veränderungen auf. Wenn Sie jetzt aufhören, landen Sie Schritt für Schritt wieder am Ausgangspunkt. Wenn Sie aber weitermachen, bewegen Sie sich Schritt für Schritt auf Ihr Ziel zu. Wie wird es sich anfühlen, wenn Sie Ihr Ziel tatsächlich erreicht haben? Was wird sich dadurch für Sie ändern? All dies wird Ihnen helfen weiter an der Erreichung Ihres Ziels zu arbeiten.

Ziel erreicht, was nun?

In unserem Beispiel können Sie leicht feststellen wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Wenn das Treppensteigen gelingt, ohne dass Sie außer Atem kommen, haben Sie Ihr Ziel erreicht. Herzlichen Glückwunsch! Und was nun? Erstmal sollten Sie sich freuen. Sie haben etwas geschafft! Das sollten Sie Feiern! Dann können Sie sich überlegen welches Ziel als nächstes ansteht.



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