Stille

Eine brennende Adventskerze vermittelt das Gefühl von Stille und Besinnlichkeit

Die „stille“ Adventszeit hat begonnen! Doch was verbinden wir eigentlich mit Stille? Und wie still ist es in der Vorweihnachtszeit tatsächlich? Gerade die „stille“ Vorweihnachtszeit ist oft geprägt von Hektik und Fülle! Zur Ruhe kommen viele erst nach Weihnachten. Nach den Feiertagen kurz vor Sylvester. Für mich bedeutet Stille vor allem zu mir selbst finden. Geborgenheit, Ruhe und auch Gemütlichkeit. Von der Hektik des Alltags abschalten.

Wo finden wir Stille?

Ich finde Stille draußen in der Natur, vor allem im Wald. Und damit bin ich wohl nicht alleine. Viele

Menschen suchen Stille in der Natur um ihren Akku wieder aufzuladen. Yoshifumi Miyazaki, Professor an der Universität, Forscher und stellvertretender Direktor des Zentrums für Umwelt, Gesundheit und Feldforschung an der Chiba Universität hat sogar die Auswirkungen der Waldtherapie untersucht. Für die Klärung der gesundheitlichen Vorteile von Shinrin Yoku, dem „Waldbaden“ erhielt er Auszeichnungen vom japanischen Landwirtschaftsministerium und der Japanischen Gesellschaft für physiologische Anthropologie.

Im Wald finden viele Menschen Ruhe.

Der Wald als Ort der Stille und Heilung

Shinrin Yoku das „Waldbaden“ wurde in

den  1980er Jahren in Japan entwickelt.

Beim achtsamen Spazieren im Wald soll

der Körper die ätherischen Öle der Bäume aufnehmen. Das senkt den Stresslevel,

stärkt das Immunsystem und reguliert

sogar den Blutzuckerspiegel. Also viele

gute Gründe für einen Waldspaziergang!


Die Stille in uns selbst finden

Stille können wir aber auch in uns selbst finden. Doch dazu müssen wir uns mit uns selbst beschäftigen. Uns Zeit und Raum für Ruhe und Stille gönnen. Wann haben Sie sich das letzte Mal Zeit für Ruhe und Stille genommen? Und wenn ja, was ist dann passiert? Sind Ihre Gedanken auf Wanderschaft gegangen? Hat alles in der Gedankenspirale ein Ende gefunden? Stille müssen wir wohl erst lernen!

Wie still ist es wirklich in uns?

Der Musiker und Anhänger des Zen-Buddhismus John Cage wagte im Jahr 1952 das Experiment mit seinem Stück "4'33" das keine einzige Note enthält, einen kompletten Konzertsaal in Stille zu versetzen. Das Publikum konnte so die Geräusche der Umgebung, das Rauschen des Blutes in den Ohren und den eigenen Herzschlag hören. Stille bedeutet also nicht unbedingt nichts mehr zu hören.

Woher kommt das Bedürfnis nach Stille?

Nur in der Stille kann unser Körper zur Ruhe kommen. Bei Lärm arbeitet der Kreislauf und die Muskeln spannen sich an. Die Blutgefäße ziehen sich zusammen und die Herzfrequenz nimmt zu. In lauten Wohngegenden steigt die Zahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch Depressionen können ihre

Ursache im Lärm haben. Das Bedürfnis nach Stille ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wird unser Schlaf durch Lärm unterbrochen, erhöht sich das Risiko körperlich oder psychisch zu erkranken.

Räume der Stille

Dieses Bedürfnis nach Stille zeigt sich auch in der ansteigenden Zahl von „Räumen der Stille“, die vor allem in Städten entstehen. Universitäten, Schulen, Behörden, aber auch Vereinigungen schaffen diese Räume um Menschen die Möglichkeit zum Rückzug und der Meditation zu bieten. Die Sehnsucht nach Abstand von Lärm und Hektik scheint also groß zu sein.

Die absolute Stille gibt es nicht!

Komplette Stille gibt es nicht. Ob es das Zwitschern der Vögel, das Plätschern eines Baches oder das Rauschen des Windes in den Blättern ist. Wir sind ständig von Geräuschen umgeben. Selbst wenn wir völlig lautlos sind und uns die Ohren zuhalten können wir noch etwas hören, nämlich unseren eigenen Atem.

Stille kann auch als bedrückend empfunden werden

Wer kennt dieses Gefühl nicht! Man kommt in einen Raum und plötzlich sind alle still. Oder zwei Menschen wissen einfach nicht was sie miteinander reden sollen. Diese Momente der Stille empfinden wir als bedrückend. Ebenso geht es Menschen die einen Reflexionsarmen Raum betreten. Solche Räume dienen Forschungszwecken und sind an Wand, Boden und Decke mit einem dicken Schaumstoffmaterial ausgelegt, welches den Schall, der im Raum erzeugt wird nahezu vollständig absorbiert. Diese Stille wird als drückend und unangenehm empfunden. Unser Gehirn kennt dieses Gefühl der vollkommenen Stille

nicht, da wir in der Natur ständig irgendwelchen Geräuschen ausgesetzt sind.

Schaffen Sie sich Raum für Stille

Entscheiden Sie selbst wie viel Lärm und Hektik Sie in Ihren Alltag lassen. Schaffen Sie sich Oasen der Ruhe. Was Stille dabei bedeutet ist individuell verschieden. Manche empfinden leise Musik entspannend für manche wirkt sie störend. Vogelgezwitscher kann erfreuen oder nerven. Kleine Auszeiten wirken aber oft Wunder und können Stress und Hektik im Alltag gut kompensieren!

 

Ich wünschen Ihnen eine stille Adventszeit!

Ihr Bewegungscoach



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