Bewegung - Heilung für Ihren Körper

Sandra Mennel mit Kettlebell auf dem Veitenstein

Mit Bewegung kann man Krankheiten vorbeugen und Einfluss auf deren Heilungsprozess nehmen. Bewegung kann sogar dazu beitragen Ihr Leben zu verlängern und Ihre Lebensqualität zu verbessern.

Bewegung liegt in unserer Genetik

Der Mensch ist genetisch gesehen, für Bewegung gemacht. Unsere Vorfahren bewegten sich quasi den ganzen Tag. Noch vor wenigen Jahrzehnten mussten Menschen für ihren Lebensunterhalt hart arbeiten. Heutzutage ist unser Arbeitsalltag eher bewegungsarm. Das hat enorme negative Folgen. Fast alle Zivilisationskrankheiten ließen sich durch Sport und Bewegung vorbeugen. Einer meiner Ausbilder sagte einmal einen Satz, der mich sehr geprägt hat. Er meinte: „Wenn es eine Pille gäbe, mit den gleichen Auswirkungen auf unseren Körper wie Sport, dann würde jeder Arzt nur noch diese eine Pille verschreiben!“ 

Bewegung beugt vielen Krankheiten vor

Die präventive Wirksamkeit von körperlicher Aktivität zur Vorbeugung, ist für folgende Erkrankungen wissenschaftlich nachgewiesen. Diabetes Typ 2, Adipositas, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Koronare Herzerkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arterienverkalkung, Osteoporose, Arthrose, Rückenschmerzen, Brust- und Darmkrebs, Depression, Demenz und Atemwegserkrankungen. Zudem sinkt durch Gesundheitssport die allgemeine Sterblichkeitsrate. Sportlich aktive Menschen sind laut einer Studie, motorisch gesehen im Schnitt 10 Jahre jünger als nichtaktive Menschen. Forscher der Universität Cambridge fanden im Rahmen der Epic Studie heraus, dass Menschen die nicht Rauchen, etwas Sport treiben, nur mäßig Alkohol trinken und täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen, im Schnitt 14 Jahre länger leben. Aber was mich am meisten fasziniert Menschen, die einen gesunden Lebensstil haben, fühlen sich auch 10 Jahre jünger als Menschen, die keinen gesunden Lebensstil pflegen. Moderate Bewegung wird aber auch eingesetzt, um die Genesung bereits bestehender Krankheiten zu verbessern. Aktuelle Studien zeigen, dass Sport nicht nur Krebs vorbeugt, sondern bei einer bereits bestehenden Krebserkrankung eine therapeutische Wirkung hat und die Lebensqualität verbessert. Zudem werden die Nebenwirkungen der Krebstherapie durch Sport abgemildert. 

So viel Bewegung wird von offiziellen Stellen empfohlen

Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten Bewegung oder 75 Minuten Sport pro Woche. Dieses Bewegungspensum sollte laut WHO auf keinen Fall unterschritten werden. Wer mit Sport und Bewegung die Gesundheit nachhaltig verbessern möchte, dem wird das doppelte Bewegungspensum empfohlen. Tatsächlich bewegen sich die Deutschen aktuell laut einer von der privaten Krankenkasse DKV in Auftrag gegebenen Umfrage, aber viel zu wenig. Nur noch 43% der Befragten kommen auf das Mindestmaß an Bewegung. Im Jahr 2010 lag dieser Wert noch bei 60%. Ende 2018 hat die Bundesregierung daher erstmalig Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung herausgegeben.

Standwaage mit Kettlebell

Also in der Theorie ist definitiv klar, Bewegung und Sport fördern die Gesundheit. Wenn doch unser Körper eigentlich für Bewegung wie gemacht ist und Bewegung und Sport so gut für uns ist, wieso bewegen wir uns dann so wenig? Sollte es uns nicht ganz leicht fallen die Empfehlungen umzusetzen, bzw. sollte es diese eigentlich gar nicht geben, müssten wir doch für Bewegung brennen!? Oft haben wir durch den Schulsport eine eher schlechte Erinnerung an Sport. Das hat mit Notendruck, aber auch mit einem auf Leistung fokussierten Sportunterricht zu tun. Mit allgemeinem Gesundheitssport hat der heutige Schulsport nicht viel gemeinsam. Leider entstehen so negative Assoziationen zu Sport und viele sind erstmal froh, wenn der Schulsport vorbei ist.

Gesundheitssport macht glücklich

Bewegung die gut für Ihre Gesundheit ist, hat absolut nichts mit Schulsport zu tun. Es herrschen dabei weder Leistungs-, noch Notendruck. Nein, sie soll Ihnen einfach nur Spaß machen. Sie sollen sich nach einer Bewegungseinheit gut fühlen. Bewegung macht glücklich, weil das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet wird. Es werden sogar Substanzen ausgeschüttet, die uns ähnlich wie Cannabis in einen rauschartigen Zustand versetzen können. Ein körpereigener gesunder Rausch sozusagen. Also ich finde, das sind doch alles super Argumente, um gleich mit Sport und Bewegung loszulegen. 

Bewegungseinheiten in den Alltag einbauen

Fangen Sie mit kleinen täglichen Bewegungseinheiten an. Diese können Sie ganz leicht in Ihren Alltag einbauen und auch kleine Bewegungsphasen haben auf jeden Fall schon einen positiven Effekt auf Ihre Gesundheit. Vor allem wenn sie regelmäßig ausgeführt werden. Um das auch umzusetzen, ist es sinnvoll, wenn Sie feste Bewegungszeiten einplanen. Wie Sie das konkret angehen und wie Sie es schaffen den inneren Schweinehund zu besiegen, können Sie auf meinem Upspeak Channel hören. 

Tipps für mehr Bewegung im Alltag

  • Nutzen Sie die Mittagspause für einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft.
  • Machen Sie regelmäßige Pausen, wenn Sie am Bildschirm arbeiten. Richten Sie den Blick kurz in die Ferne, stehen Sie auf und bewegen Sie alle Glieder einmal durch. Dehnen und Strecken Sie sich in alle Richtungen.
  • Wenn Sie zuhause durch eine Tür gehen bleiben Sie kurz auf der Türschwelle stehen, stützen Sie sich auf Schulterhöhe mit Ihren Armen ab, machen Sie einen kleinen Schritt nach vorne und dehnen Sie Ihre Brustmuskulatur. 
  • Gehen Sie immer die Treppen anstatt Aufzug zu fahren. Wenn Sie gerade Zeit haben, laufen Sie die Treppe nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals.
  • Versuchen Sie täglich 10 000 Schritte zurückzulegen.
  • Suchen Sie sich eine Sportart die Ihnen Spaß macht und führen Sie diese regelmäßig mindestens zweimal die Woche aus.
  • Suchen Sie sich einen Trainingspartner, wenn Sie es nicht schaffen, sich alleine zum Sport aufzuraffen.
  • Schaffen Sie sich Erinnerungen, indem Sie sich zum Beispiel Termine mit Erinnerungsfunktion für Bewegungspausen in Ihrem Smartphone abspeichern.

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